GI Thessaloniki: Griechen und Deutsche – Bilder vom Anderen

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Generalkonsulat in Thessaloniki
125 Jahre Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Thessaloniki

Vortrag
Montag, 28.02.2011, 19.30 Uhr
Goethe-Institut, Veranstaltungssaal, Vas. Olgas 66
In deutscher Sprache mit griechischer Simultanübersetzung
Eintritt frei
+ 30 2310 889610
info@thessaloniki.goethe.org

Die Grundideen der griechisch-deutschen Kulturbeziehungen basieren vor allem auf dem Diktat des zu Beginn des 19. Jhs. blühenden Humanismus. Die übermäßige Verehrung des antiken, klassischen Hellas aber bewirkte, dass deutsche Philhellenen zwar Freunde der Hellenen, nicht immer aber der Byzantiner, der Romäer/Romii also, oder der Griechen der Neuzeit waren und sind.
Die Ideologie des Philhellenismus wurde andererseits im 19. Jh. von dem um Anerkennung ringenden griechischen Nationalstaat begierig aufgenommen und ist mitunter zur Grundlage eines nationalen griechischen Kulturverständnisses der Neuzeit geworden.
Das in nachklassischer Zeit gegründete Thessaloniki scheint all das nicht betroffen zu haben, so dass diese Stadt auch wegen ihrer geographischen Lage einen eigenen Weg, unberührt von den Ideen des deutschen Philhellenismus, gehen und offen bleiben konnte für die Notwendigkeiten der Zeit. Dazu gehört auch die Gründung des deutschen Konsulats in der noch zum Osmanischen Reich gehörenden Stadt im Jahre 1885.

Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Eideneier. Geboren 1937 in Stuttgart. Ab 1974 bis 1994 Professor für Mittel- und Neugriechische Philologie an der Universität zu Köln und von 1994 bis 2002 für Byzantinistik und Neugriechische Philologie an der Universität Hamburg, sowie mehrfach Gastprofessor an den Universitäten Thessaloniki, Kreta (Rethymno) und Nikosia.
Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie langjähriges Engagement zur Verbreitung griechischer Kultur in der BRD.
Ehrendoktor der Aristoteles Universität Thessaloniki.